Skitouren am Ortler

Italienisches Flair, großzügige Skitouren und lohnende Abfahrten - die magische Formel unserer Skidurchquerung in den Ortler Alpen.

Termine

Preis:

650,- €

Dauer:

5 Tage

Teilnehmer:

4-5

Schwierigkeit:

Schwierigkeit

Unterkunft:

einfach: Hütte / Lager

Skitouren am Ortler

Die Ortler Gruppe zählt sicher zu den vielfältigsten Skitouren Regionen der Ostalpen. Nicht nur die Lage an der Grenze der kulturell äusserst traditionsreichen und vielfältigen Regionen des Vinschgau und oberen Veltlin, sondern auch die vielen hohen 3000er, die mit Ski zugänglich sind, machen den Reiz dieses Gebirgsmassivs aus. Alle hohen Gipfel können mit Ski bestiegen werden: Ortler, Königspitze, Monte Cevedale, Punta San Matteo um nur die wichtigsten zu nennen. Interessanterweise verläuft auch die Sprachgrenze mitten durch das Gebirge: Während man in Sulden deutsch spricht, wird man auf Branca Hütte und Pizzini Hütte schon typisch italienisch empfangen.

Unsere Skidurchquerung rund um den Ortler führt uns von Sulden zunächst ins Martell Tal. Von hier aus überschreiten wir den Cevedale um in den Fornokessel zu gelangen. Dieser ist eingerahmt von den rassigen vergletscherten Dreitausendern mit in Exposition und Neigung abwechslungsreichem Skigelände. Das zentral gelegene Rifugio C. Branca ist mittlerweile weit über die angrenzenden Länder hinaus ein Begriff, sodass es hier im hintersten Winkel der Lombardei trotz der umständlichen Erreichbarkeit recht international zugeht.
Während sich die zahlreichen Gruppen meist auf die drei bis vier namhaften Ziele rund um die Hütte konzentrieren, gibt es eine Fülle von Varianten, insbesondere in der Abfahrt, die oft noch viel Platz für eigene Spuren lassen. Von den stolzen Gipfeln eröffnen sich faszinierende Ausblicke auf den wuchtigen Klotz des Ortlers und die elegante Pyramide der Königspitze und abends erwartet uns eine vorzügliche italienische Küche, sodass sicher keine Pfunde verloren gehen.

Unsere Skidurchquerung ist so konzipiert, dass wir die weniger besuchten Hütten des Ortler Gebiets nutzen und die Abfahrten aufgrund von Höhenlage und nordseitiger Ausrichtung auch später im Jahr noch Pulverschnee erwarten lassen.

Tourenablauf

1.Tag: Die Ortler Runde startet in Sulden am Ortler. Der Picos Bergführer erwartet Dich gegen 10:00 Uhr zum Briefing und zur Ausrüstungskontrolle. Mit der Seilbahn fahren wir bis auf 3100 Metern Höhe im Suldener Skigebiet. Von hier aus gewinnen wir in Kürze den Butzenpass (3197 m). Auf der Abfahrt folgen wir ein Stück dem Butzental und queren dann linkerhand zum Grat der von der Madritschspitze hinunterzieht. Dort versteckt sich ein schöner Nordosthang - die erste Pulver Abfahrt der Skidurchquerung am Ortler. An der Zufallhütte kehren wir auf Cappu(ski)no und Torta ein und steigen schließlich zur Marteller Hütte (2610 m) auf. Wenn Du schon am Vortag anreisen möchtest organisieren wir gerne eine Unterkunft in Sulden. ↑ 600 ↓ 1000 Hm

2.Tag: Über den Fürkeleferner folgen wir der Spur über großartige weite Gletscherhänge zur Zufallspitze (3757 m). Der etwas höhere Monte Cevedale ist nur einen Katzensprung entfernt und liegt quasi am Weg. Für die Abfahrt wählen wir die Nordwestseite über den spektakulären und spaltenreichen Cedec Ferner. Das heutige Etappenziel ist das Albergo Ghiaccio dei Forni (2173 m). Eine urige Herberge, die auch im Frühjahr Verkehrsanbindung hat und etwas mehr Komfort aufweist. ↑ 1200 ↓ 1600 Hm

3.Tag: Wir machen uns an den langen Aufstieg zur Punta San Matteo (3678 m). Vorbei an beeindruckenden Gletscherbrüchen und über eine Steilstufe, die meist zu Fuss bezwungen wird, gewinnen wir schließlich den Paradeberg des Gebiets. Auf der Abfahrt gibt es einige steile Varianten, aus denen der Bergführer je nach Lawinenlage die angemessene auswählt. Auf jeden Fall warten nordseitige Hänge, in denen wir schon des öfteren traumhaften Pulverschnee vorgefunden haben. Ein kurzer Gegenanstieg bringt uns zum Rifugio Branca (2487 m). ↑ 1700 ↓ 1500 Hm

4.Tag: Ein weiterer hochalpiner Klassiker der Branca Hütte steht heute an: der Pizzo Tresero (3594 m). Über weite Gletscherflächen ziehen wir ins Col zwischen Tresero und Cima San Giacomo. Der Schlussanstieg führt wieder über eine Steilstufe zum Gipfelgrat den wir in wenigen Minuten zu Fuß erreichen. Für die Abfahrt gibt es nun mehrere interessante Varianten: über die Nord - und Westseiten der Cima San Giacomo die einige sehr spannende und lohnende Rinnen auweist. Hier bestehen noch sehr gute Chancen auf wenig verspurten Pulver. Am Talgrund machen wir erst mal ausgiebig Rast, bevor wir ganz piano zum Rifugio Pizzini Frattola (2700 m) aufsteigen, denn wir haben heute schon einige Höhenmeter in den Beinen! ↑ 1500 - 1700 ↓ 1000 - 1200 Hm

5.Tag: Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Königspitze und Ortler. Wir queren steil hinauf zum Cedec Pass (3238 m). Auf dessen Rückseite leitet ein gewaltiger Nordhang zum Fuße der Königspitze Ostflanke. Hier sind sehr wahrscheinlich keine Spuren. Auf ca. 2600 Metern fellen wir nochmals an und steigen in Richtung Hintergrat zu La Forcella (3200 m), den einsamen Suldenferner und die Südostflanke des Ortlers zu unserer Linken. Es eröffnen sich eine ungewohnte Perspektive auf den Marltgrat des Ortlers und den kleinen Gletscher mit dem bezeichnenden Namen "Ende der Welt Ferner". Mit einer letzten nordseitigen Pulver Abfahrt nach Sulden verabschieden wir uns von der faszinierenden Gletscherwelt des Ortlers und einer der besten Skitouren Regionen der Ostalpen. Rückkunft in Sulden um ca. 15:00 Uhr. ↑ 900 ↓ 1700 Hm

Anforderungen

  • Ausdauer für Aufstiege von durchschnittlich 1400 Hm und Abfahrten von 1600 Hm pro Tag.
  • Maximaler Aufstieg 1600 Hm, Abfahrt 1800 Hm.
  • Sichere Skitechnik abseits der Piste, auch in schwer fahrbaren Schneearten.
  • Routinierter Umgang mit dem Equipment (Auf-/Abfellen, Bindungseinstieg in steilen Hängen).
  • Beherrschen der Spitzkehre auch auf hartem Schnee und mit Harscheisen.
  • Etwas Erfahrung im Gehen mit Steigeisen.
  • Beherrschen der LV - Suche.

Ausrüstung

Skitourenausrüstung und komplette Gletscherausrüstung. Fehlendes ergänzen wir gerne.

Leistungen

  • Organisation und Führung durch den Picos Bergführer
  • Leihausrüstung falls benötigt: Gletscherset, Steigeisen.
  • Spesen des Bergführers

Zusatzkosten

  • 4 x Übernachtung/Halbpension auf CAI Hütten ca. € 50 .-/Tag
  • Liftgebühren
  • Zwischenverpflegung und Getränke

Specials

Zu dieser Tour

Persönliche Kommunikation statt Follower und Likes.

Machen wir uns nichts vor: Für Firmen ist Social Media meist Mittel zum Marketingzweck. Und irgendwie doch ziemlich oberflächlich. Wir haben für uns entschieden, dass wir den direkten Kontakt zu unseren Gästen bevorzugen. Auch außerhalb der 'Geschäftsbeziehung'.

Was das bedeutet? Du möchtest die ersten selbständigen Touren angehen? Melde Dich bei uns, wir geben gerne Empfehlungen. Meistens wissen wir auch, wo die Verhältnisse gut sind... Du benötigst Ausrüstungstipps? Möchtest die Lawinenlage diskutieren? Mit vielen unserer Gäste stehen wir langfristig in Austausch. Wir nehmen uns die Zeit, denn es macht auch uns Spaß, von Alpinist zu Alpinist zu fachsimpeln.

Klimaschutz: Handeln statt Reden.

Umweltschutz darf nicht zur Imagepflege instrumentalisiert werden. Wer als Reiseanbieter sein Geld mit Flugreisen verdient, sollte sich nicht auf die Schulter klopfen, weil er Umweltpapier verwendet und Ökostrom bezieht. Dem unbestreitbaren Schaden, den wir mit unserer Tätigkeit anrichten, versuchen wir ohne viele Worte mit diesen Schritten zu begegnen:

Wir unterstützen Dich bei der umweltfreundlichen Anreise mit der Bahn: wir holen Dich nach Möglichkeit vom Bahnhof ab, bieten eine Mitfahrgelegenheit zum Zielort und stellen Leihausrüstung zur Gepäckminimierung zur Verfügung. Zudem übernehmen wir bei ausreichender Teilnehmerzahl bis zur Hälfte Deiner Fahrtkosten.

Bei der Anreise mit dem Auto kompensieren wir unsere, sowie die CO2 Emissionen unserer Gäste, ohne dass Mehrkosten entstehen. Transparent und nachvollziehbar. Natürlich darfst Du dich daran auch gerne beteiligen. Und wenn Du Fragen hast, sprich uns an!

Warum wir keinen Echtzeit-Buchungsstand anzeigen.

Weil Du dadurch auch nicht wüsstest, ob die Tour sicher stattfinden wird. Schließlich kann immer jemand absagen. Außerdem weiss man nie so genau, nunja, ob das alles der Realität entspricht.

Wenn die Mindestteilnehmerzahl noch nicht erreicht ist: keine Panik! Wir sprechen dann oft Interessenten direkt an, legen Gruppen zusammen oder finden Alternativen. Vielleicht haben wir ja auch voll Bock drauf und bieten Dir eine Möglichkeit die Tour trotzdem durchzuführen. Auf jeden Fall halten wir Dich auf dem Laufenden. Du kannst uns dann sagen, bis zu welchem Termin wir über die Durchführung entscheiden müssen.