Haute Route

Die Haute Route ist die Skidurchquerung der Alpen schlechthin - wir begehen sie auf einer spannenden Variante.

Termine

Preis:

790,- €

Dauer:

6 Tage

Teilnehmer:

4-5

Schwierigkeit:

Schwierigkeit

Unterkunft:

einfach: Hütte / Lager

Haute Route

Von englischen Alpinisten ursprünglich im Sommer begangen, wurde die High Level Route Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals mit Ski begangen und hielt unter ihrem französischen Namen “Haute Route” Einzug in den Sprachgebrauch. Sie verbindet die Epizentren des Alpinismus, Chamonix und Zermatt und führt durch die spektakuläre Bergwelt des Mont Blanc Gebiets und der Walliser Alpen.

Die Haute Route ist heute leider etwas zur Konsum- und Modetour verkommen. In der Hochsaison sind volle Hütten, zerpflügte Hänge und kleine Karawanen keine Seltenheit. So wird diese grandiose Skidurchquerung ihrem Ursprung unserer Meinung nach nicht gerecht. Im Lauf vieler Begehungen haben wir daher einen eigenen Routenverlauf entwickelt, der die stark frequentierten Abschnitte der Haute Route fast komplett umgeht. Dieser ist auch landschaftlich reizvoller und darüber hinaus skitechnisch weitaus interessanter. Ein Abstecher nach Italien und eine Hotelübernachtung sorgen für eine willkommene Unterbrechung der rauen Hochgebirgsatmosphäre des Wallis. Dusche, Pasta und Extrem - Toilette inklusive... So führen wir die Haute Route wieder zu ihren Ursprüngen zurück: als grandioses Durchquerungs - Erlebnis in wilder Bergwelt!

Die Haute Route bieten wir zudem auch in einer "sportlichen" Variante an, die ohne Taxi auskommt. Sozusagen für Puristen

Tourenablauf

1. Tag: Anreise und um ca. 18:00 Uhr Begrüßung durch den Picos Bergführer im Gite Le Papillon in Argentière. Letzte Vorbereitungen und natürlich ein eingehender Ausrüstungscheck.

2. Tag: Mit der Grands Montets Seilbahn fahren wir bis auf 3200 Meter, wo uns gleich die atemberaubende Skyline des Argentière Kessels förmlich erschlägt. Eine erste Abfahrt bringt uns zum Glacier d'Argentière. Hier fellen wir an und steigen 800 Höhenmeter steil hinauf zum Col de Chardonnet. Auf der anderen Seite des Cols ist meist ein Seil erforderlich um auf den Glacier de Saleina zu kommen. Ab hier verabschieden wir uns von der Normalroute und fahren zur äußerst sympathischen Cabane de Saleina ab, die von freiwilligen des CAS Neuchatel bewirtschaftet wird. Wenn noch Zeit ist nehmen wir natürlich noch einen Insider-Powderhang mit! Hm ↑ 1300 ↓ 1800

3. Tag: Abfahrt zum Gletscher und den gestrigen Spuren folgend zum Col de la Grande Lui (3416 m). Der Aufstieg erfolgt zum Schluss durch ein steiles Couloir. Den nahen Gipfel (3509 m) können wir noch mitnehmen, um die Zeit zu verbringen, bis der Firn die perfekte Konsistenz hat. Dann gibt's eine gigantische Firnabfahrt von 1900 Hm hinunter nach La Fouly. Übernachtung in Bourg St. Pierre, das wir mit dem Taxi erreichen. Alternativ gibt es noch eine versteckte, wilde, nordostseitige Abfahrt... wir entscheiden uns je nachdem, wo wir den besseren Schnee erwarten. Hm ↑ 1000 ↓ 2100

4. Tag: Aufstieg zur Cabane de Valsorey (3033 m). Leider gibt es heute keine Abfahrt, dafür ist die Atmosphäre eine ganz Besondere: Gegenüber dem Mont Velan und mit dem Grand Combin im Rücken schrauben wir uns den endlosen Firnhang hoch zur Hütte. Hm ↑ 1400 ↓ 0

5. Tag: Die Schlüsseletappe gilt es zu knacken! Zunächst noch mit Ski und Harscheisen geht's auf das Plateau du Couloir zu. Dann müssen die Ski auf den Rücken, die Steigeisen auf die Schuhe und weiter geht's etwa 250 Höhenmeter im 40 - 45 Grad steilen Südhang bis zum Plateau unterhalb des mächtigen dreigipfligen Grand Combin. Die Erleichterung ist groß, nachdem wir die Crux geschafft haben! Eine kurze Abfahrt und einen noch kürzeren Aufstieg später sind wir am Col du Sonadon. Abfahrt über den wilden Glacier du Mt. Durand. Hier liegt rechter Hand nochmals ein Insider-Hang, in dem sich der Powder lange zu halten pflegt – das lassen wir uns nicht entgehen! Zur Cabane de Chanrion (2462 m) geht es dann nochmals 40 Minuten hinauf, bevor wir für heute endgültig die Bretter auf die Seite stellen können.Hm ↑ 1200 ↓ 1700

6. Tag: Wieder verabschieden wir uns von der Normalroute und lassen die hoch frequentierte Pigne d’Arolla und die Cabane de Vignettes links liegen, um einen Abstecher über die Pointe d’Oren (3525 m) nach Süden zur Nacamuli al Collon Hütte (2830 m) mit ihrer Extrem-Toilette zu machen. Mit etwas Glück und dem richtigen Timing eine super Firnabfahrt und mit Sicherheit echte italienische Gastlichkeit inklusive. Hm ↑ 1600 ↓ 1300

7. Tag: Für den letzten Tag haben wir mehrere Routen-Optionen: zum einen die facettenreiche Schlussetappe der klassischen Haute Route über die drei Cols (Collon, M. Brulé, Valpelline) auf die Tete Blanche (3732 m) mit ihrer langen Schlußabfahrt vis-à-vis der Matterhorn Nordwand nach Zermatt. Zum anderen die unkonventionelle Variante, die in Ferpècle endet und nicht weniger spektakulär ist und im besten Fall mit einem unverspurten 1000 Meter Nordosthang mit Blick auf die Dent Blanche glänzt. Näheres verraten wir an dieser Stelle nicht, aber diese Variante ist eindeutig unser Favorit! Welches Finale wir wählen entscheidest natürlich Du! Hm ↑ 1300 ↓ 2200

Anforderungen

  • Ausdauer für Aufstiege von durchschnittlich 1400 Hm und Abfahrten von 1400 Hm pro Tag.
  • Maximaler Aufstieg 1600 Hm, Abfahrt 2200 Hm.
  • Solide Skitechnik abseits der Piste, auch in schwer fahrbaren Schneearten.
  • Routinierter Umgang mit dem Equipment (Auf-/Abfellen, Bindungseinstieg in steilen Hängen).
  • Beherrschen der Spitzkehre auch auf hartem Schnee und mit Harscheisen.
  • Erfahrung im Gehen mit Steigeisen.
  • Beherrschen der LV-Suche.

Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung inklusive Gletscherausrüstung, Steigeisen und Pickel.

Leistungen

  • Organisation und Führung durch den Picos Bergführer.
  • Leihausrüstung falls benötigt.
  • Alle Spesen des Bergführers.

Zusatzkosten

  • 6 x Übernachtung/HP auf Hütten ca. 60,- €/Nacht
  • Taxitransfers ca. 120,- €
  • Liftkosten ca. 50,- €
  • Tagesverpflegung und Getränke auf Hütten.

Specials

Zu dieser Tour

Flexibilität: Du trägst das Schlechtwetter-Risiko nicht alleine.

Flexibilität ist bei uns nicht nur eine Worthülse, sondern eine Arbeitsweise. Bei vielen Touren planen wir 1-2 Puffertage ein. Das bedeutet, wir vereinbaren einen Zeitraum, innerhalb dessen wir die vorgesehene Anzahl von Tourentagen unterwegs sind. So können wir zum Beispiel später starten oder einen Schlechtwettertag abwarten.

Natürlich bezahlst Du nur die tatsächlichen Führungstage. Aber wir erreichen lieber das gemeinsam gesteckte Ziel, als auf zweitklassige Ausweichaktionen zu bestehen.

Biwaks, azyklisch und unbekannte Wege: neben der Spur statt im Stau.

Die Alpen sind der Spielplatz Europas und Europa ist dicht bevölkert. In manchen Gebieten hat der Andrang schon fast groteske Züge angenommen. Staus, waghalsige Überholmanöver und Überfüllung sind auch im Hochgebirge keine Seltenheit mehr. Dass dabei das Erlebnis leidet ist klar.

Mit cleverer Taktik kann man dies oft umgehen und das Gebirge noch in Ruhe erleben. Dabei muss man nicht mal auf die großen Namen verzichten. Wir haben schon einige bekannte Gipfel als Biwaktouren geführt, sind von der ersten Bahn aus 'verspätet' gestartet oder haben eine weniger bekannte Route gewählt. Bisher hat sich dies immer ausgezahlt. Interesse geweckt? Sprich uns drauf an!

Klimaschutz: Handeln statt Reden.

Umweltschutz darf nicht zur Imagepflege instrumentalisiert werden. Wer als Reiseanbieter sein Geld mit Flugreisen verdient, sollte sich nicht auf die Schulter klopfen, weil er Umweltpapier verwendet und Ökostrom bezieht. Dem unbestreitbaren Schaden, den wir mit unserer Tätigkeit anrichten, versuchen wir ohne viele Worte mit diesen Schritten zu begegnen:

Wir unterstützen Dich bei der umweltfreundlichen Anreise mit der Bahn: wir holen Dich nach Möglichkeit vom Bahnhof ab, bieten eine Mitfahrgelegenheit zum Zielort und stellen Leihausrüstung zur Gepäckminimierung zur Verfügung. Zudem übernehmen wir bei ausreichender Teilnehmerzahl bis zur Hälfte Deiner Fahrtkosten.

Bei der Anreise mit dem Auto kompensieren wir unsere, sowie die CO2 Emissionen unserer Gäste, ohne dass Mehrkosten entstehen. Transparent und nachvollziehbar. Natürlich darfst Du dich daran auch gerne beteiligen. Und wenn Du Fragen hast, sprich uns an!