Skidurchquerung Dauphiné

Auf Skiern durch die wildeste Ecke der Alpen - eine Durchquerung inmitten der schroffen Gebirgswelt der Dauphiné für Skialpinisten.

Termine

Preis:

ab 930,- €

Dauer:

7 Tage

Teilnehmer:

2-4

Schwierigkeit:

Schwierigkeit

Unterkunft:

einfach: Hütte / Lager

Skidurchquerung Dauphiné

Du bist ein versierter Skialpinist und kennst schon so ziemlich alle großen Massive der Alpen? Vielleicht lernst du bei der Skidurchquerung Dauphiné doch nochmal das Staunen… So ging es uns zumindest!
Diese Skidurchquerung ist steil, skitechnisch äußerst anspruchsvoll und atemberaubend schön. Die Route verläuft von der schwindelerregenden Meije bis zum majestätischen Dome de Neige über die wenigen im Frühjahr passierbaren Cols. Jedoch auch diese erfordern fast immer Seilsicherung und Steigeisen. Die meist südseitigen Abfahrten lassen dann keine Wünsche offen, eine gute Skitechnik und richtiges Zeitmanagement für's Auffirnen vorausgesetzt.
Der Routenverlauf hängt mehr als bei anderen Skidurchquerungen von den aktuellen Verhältnissen ab. Gegebenenfalls müssen wir schon im Vorfeld umplanen oder während der Tour flexibel sein und Anpassungen vornehmen. Dies gehört aber zum Skialpinismus dazu und das Ungewisse macht einen Teil des Abenteuers aus.
Aufgrund der meist südseitigen Abfahrten ist ein gutes Zeitmanagement unabdingbar. Wir haben daher die Teilnehmerzahl auf drei beschränkt, damit wir wendiger agieren können. Bei eingespielten Teams sind aber auch vier Teilnehmer möglich – dies klären wir am besten im Vorfeld in einem persönlichen Gespräch. Bitte kontaktiere uns einfach!

Tourenablauf

1. Tag: Anreise nach La Grave bis 18:00 Uhr und Treffen in unserem Hotel. Gemeinsam verpassen wir unserer Ausrüstung den letzten Feinschliff und besprechen das Programm.

2. Tag: Früh morgens mit der altehrwürdigen Seilbahn zum Col de la Lauze (3500 m). Das Abenteuer Dauphiné beginnt gleich mit einer Abfahrt – es geht gemeinsam mit der bekannten Freeride Route südseitig über steiles Gelände hinunter zum Glacier de la Selle. Spätestens jetzt sind wir wach ;-). Anfellen und Aufstieg zum Col du Replat (3300 m). Südostseitige Abfahrt zum Refuge de Châtelleret. Hm ↑ 500 ↓ 1750

3. Tag: Noch vor Tagesanbruch nehmen wir den steilen und kräftezehrenden Aufstieg zum Col de la Casse Déserte (3483 m) in Angriff. Soviel wie möglich werden wir mit den Harscheisen bewältigen, aber wahrscheinlich werden auch Steigeisen zu Einsatz kommen. Nach dem Col queren wir hinüber zum Col des Neiges. Wenn noch Zeit und Kraftreserven übrig sind, statten wir nun der Grande Ruine (3765 m) einen Besuch ab. Als Lohn für die Mühen winken eine super Firnabfahrt sowie der Logenblick auf die gewaltige Mauer der Roche Faurio gegenüber. Endpunkt für heute ist das Refuge Alpe Villar d’Arêne. Hm ↑ 1400 ↓ 1700

4. Tag: Zunächst steigen wir über sanftes Terrain zum Col d’Arsine und dann steiler werdend zur Brèche de la Plate des Agneaux auf. Auf dem breiten Grat geht es mit Ski weiter in Richtung Pic de Neige Cordier. Schliesslich queren wir zum Col Emile Pic (3485 m). Nach einem Abseilmanöver cruisen wir über Firnhänge hinunter zum Refuge des Écrins. Hm ↑ 1400 ↓ 300

5. Tag: Der Tag beginnt mit einer kurzen ruppigen Abfahrt auf den Glacier Blanc. Mit Fellen folgen wir dann dem Gletscher bis an die Basis der imposanten vergletscherten Nordflanke der Barre des Écrins. Wir suchen uns den Weg zwischen Séracs hindurch zum Dôme de Neige (4015 m) Hier müssen die Lawinenbedingungen aber wirklich passen, denn die Hänge sind über 35 Grad steil und liegen zum Teil oberhalb von Gletscherabbrüchen. Der Bergführer wird hier sicher sorgfältig entscheiden und keinerlei Risiko eingehen. Auf dem Dôme liegen uns dann die Écrins zu Füßen. Bei der Abfahrt heißt's dann nochmals aufpassen, bis wir den flachen Gletscher erreicht haben. In weiten Turns im Firn hinunter zum Refuge Glacier Blanc. Als Ersatzziel bietet sich die Roche Faurio (3730 m) mit seiner schönen Firnabfahrt an. Hm ↑ 1000 ↓ 1600

6. Tag: Bei sicheren Verhältnissen werden wir direkt südseitig zur Montagne des Agneaux (3634 m) aufsteigen. Die riesige Nordabfahrt zum Refuge Alpe Villar d’Arêne ist ein weiterer Skitouren Klassiker der Écrins. Alternativ gelangen wir über den Col de Monêtier (3339 m) zurück nach Monêtier-les-Bains, wo wir erst mal einige Zeit die Zivilisation genießen. Nachmittags kehren wir dann noch zum Refuge zurück. Hm ↑ 1400 ↓ 1900

7. Tag: Wildnis pur! Heute kehren wir über ein einsames Tal zurück in den Vallon des Étançons. Zwischenziel ist das geschlossene Refuge Pavé. Für den Übergang stehen uns zwei Pässe zur Auswahl: der Murmeltier-Pass (3200 m) und der Col du Pavé (3500 m). Letzterer ist nur bei allerbesten Bedingungen möglich, da auf der Rückseite ein Hängegletscher passiert werden muß. Wie auch immer, die Abfahrt ist trickreich, steil und abenteuerlich und wir werden sicher einiges zu erzählen haben, wenn wir am Refuge du Promontoire sind. Hm ↑ 1450 ↓ 600

8. Tag: Wir Umrunden die Meije - Wahrzeichen von La Grave! Zu Fuß gewinnen wir die Brèche de la Meije (3357 m). Eine steile Abfahrt leitet auf den Glacier de la Meije. Wir queren unter der Nordwand der Meije und durch eine steile Rinne klettern wir zum Col Savon. Wieder mit Skiern steigen wir noch unter den Pic Oriental de la Meije (3700 m) und machen uns bereit für die gewaltige Abfahrt über den Glacier d'Homme oder Tabuchet. Ein fulminanteres Ende ist für eine Skitourenwoche kaum denkbar! Hm ↑ 1000 ↓ 2400

Anforderungen

  • Ausdauer für Aufstiege von durchschnittlich mehr als 1400 Hm und Abfahrten von 1600 Hm pro Tag.
  • Aufstieg von bis zu 500 Hm mit Steigeisen und aufgebundenen Skiern.
  • Sichere Skitechnik abseits der Piste, auch in bis zu 45 Grad steilem, engem Gelände (Umspringen nötig!).
  • Routinierter Umgang mit dem Equipment (Auf-/Abfellen, Bindungseinstieg in steilen Hängen).
  • Beherrschen der Spitzkehre auch auf hartem Schnee und mit Harscheisen.
  • Sicheres Gehen mit Steigeisen bis 45 Grad Firn.
  • Beherrschen der LV-Suche.

Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung inklusive Gletscherausrüstung.

Leistungen

  • Organisation und Führung durch den Picos Bergführer.
  • Leihausrüstung.
  • Alle Spesen des Bergführers.

Zusatzkosten

  • 7 x Übernachtung/HP auf Hütten und in Gîtes ca. 60,- €/Nacht
  • Seilbahn ca. 25,- €
  • Tagesverpflegung und Getränke auf Hütten.

Specials

Zu dieser Tour

Flexibilität: Du trägst das Schlechtwetter-Risiko nicht alleine.

Flexibilität ist bei uns nicht nur eine Worthülse, sondern eine Arbeitsweise. Bei vielen Touren planen wir 1-2 Puffertage ein. Das bedeutet, wir vereinbaren einen Zeitraum, innerhalb dessen wir die vorgesehene Anzahl von Tourentagen unterwegs sind. So können wir zum Beispiel später starten oder einen Schlechtwettertag abwarten.

Natürlich bezahlst Du nur die tatsächlichen Führungstage. Aber wir erreichen lieber das gemeinsam gesteckte Ziel, als auf zweitklassige Ausweichaktionen zu bestehen.

Terminoptionen: wenn's beim ersten Mal nicht klappt.

Anspruchsvolle Ziele benötigen die richtigen Bedingungen. Das klappt nicht immer auf Anhieb. Du willst nicht mit dem Bergführer losziehen, wenn Deine Traumroute gar nicht möglich ist? Das verstehen wir. Bei individuell organisierten Touren vereinbaren wir vorab, wie wir mit dieser Situation umgehen.

Natürlich können wir in der Hauptsaison nicht alle Touren absagen. Aber wir einigen uns sicher auf eine faire Herangehensweise: einen Gutschein für den nächsten Versuch, ein angepasster Tagessatz oder kürzere Tourdauer.

Klimaschutz: Handeln statt Reden.

Umweltschutz darf nicht zur Imagepflege instrumentalisiert werden. Wer als Reiseanbieter sein Geld mit Flugreisen verdient, sollte sich nicht auf die Schulter klopfen, weil er Umweltpapier verwendet und Ökostrom bezieht. Dem unbestreitbaren Schaden, den wir mit unserer Tätigkeit anrichten, versuchen wir ohne viele Worte mit diesen Schritten zu begegnen:

Wir unterstützen Dich bei der umweltfreundlichen Anreise mit der Bahn: wir holen Dich nach Möglichkeit vom Bahnhof ab, bieten eine Mitfahrgelegenheit zum Zielort und stellen Leihausrüstung zur Gepäckminimierung zur Verfügung. Zudem übernehmen wir bei ausreichender Teilnehmerzahl bis zur Hälfte Deiner Fahrtkosten.

Bei der Anreise mit dem Auto kompensieren wir unsere, sowie die CO2 Emissionen unserer Gäste, ohne dass Mehrkosten entstehen. Transparent und nachvollziehbar. Natürlich darfst Du dich daran auch gerne beteiligen. Und wenn Du Fragen hast, sprich uns an!