Skiroute Hochtirol

Skiroute Hoch Tirol - die Haute Route der Ostalpen. 6 Tages-Skidurchquerung vom Ahrntal über den Großvenediger zum Großglockner.

Termine

Preis:

830,- €

Dauer:

6 Tage

Teilnehmer:

4

Schwierigkeit:

Schwierigkeit

Unterkunft:

einfach: Hütte / Lager

Skiroute Hochtirol

Die Tiroler sind ein eigensinniges Volk und nennen ihre knackige Variante der Haute Route in den Ostalpen schlicht Skiroute Hochtirol.

Doch die Skiroute Hoch Tirol steht der viel gerühmten Haute Route Chamonix–Zermatt in nichts nach. Landschaftlich ebenso grandios, jedoch weniger begangen und konditionell sogar noch anspruchsvoller, führt diese Skidurchquerung von Kasern im südtiroler Ahrntal durch die atemberaubende Gipfel- und Gletscherlandschaft der Venedigergruppe zum Großglockner. Anstiege bis 2000 Hm, lange, berauschende Abfahrten und die Kletterei im II. Schwierigkeitsgrad am Glocknergipfel werden uns einiges abverlangen. Doch als Lohn winken lange ausgefüllte Tourentage voller unvergesslicher Eindrücke, die wir abends in der Hütte mit leuchtenden Augen Revue passieren lassen.

Der frühe Termin erhöht die Chancen auf guten Schnee auf den zumeist nordostseitigen Abfahrten!

Tourenablauf

1. Tag: Wir treffen uns nachmittags am Matreier Tauernhaus, dort deponieren wir ein KFZ für die Rückreise. Gemeinsam fahren wir nach Kasern im Ahrntal weiter, wo wir in einer Pension übernachten. Der Abend wird dann noch ausgefüllt sein mit der Planung der kommenden Tage und der Optimierung des Rucksacks (jedes Gramm zählt!). Der Bergführer hat sicher noch wertvolle Tipps.

2. Tag: Langer Aufstieg durch das Windtal zum Hinteren Umbaltörl (2845m). Tolle ostseitige Hänge führen hinab auf das Umbalkees – wir tauchen in die Einsamkeit der Venedigergruppe ein. Wir fellen wieder an und steigen nochmals gute 400 Meter zum Reggentörl (3056m) auf. Es folgt eine steile nordostseitige Abfahrt hinab zur Essener Rostocker Hütte. Diese Etappe ist eine perfekte Einstimmung auf die kommenden Tage und gehört unbedingt dazu, auch wenn dadurch die Rückreise deutlich umständlicher wird!
Hm ↑ 1650 ↓ 1100

3. Tag: Erst gemächlich, zum Schluss steil geht's von Süden durch das Maurertal auf den Großen Geiger (3360 m), dessen Gipfel wir zu Fuß erreichen. Wir queren hinüber zum Maurertörl und erreichen den westlichsten Arm des Obersulzbachkees. Nach rasanter nordseitiger Abfahrt heißt's nochmals anfellen für den Schlußanstieg zur gastfreundlichen Kürsinger Hütte (2548m).
Hm ↑ 1600 ↓ 1300

4. Tag: Über die weiten Gletscherhänge des Obersulzbachkees führt die Spur zur Venedigerscharte. Von dort aus nehmen wir den steiler werdenden Gipfelaufbau in Angriff, der uns bis an den kurzen ausgesetzten Gipfelgrat bringt. In ein paar Minuten sind wir am höchsten Punkt (3660m). Nach ausgiebiger Rast wartet eines der vielen Abfahrtshighlights über das Schlattenkees, den Niederen Zaun rechts liegenlassend, nach Innergschlöß – gute 2000 Hm! Nach einer Stunde schieben sind wir müde aber berauscht am Matreier Tauernhaus.
Hm ↑ 1400 ↓ 2100

5. Tag: Die Königsetappe! Ein weiterer sehr langer Tag führt uns zunächst zur Amertaler Höhe (2841m) – schon eine ausgewachsene Skitour für sich! Wir fellen ab und fahren in den einsamen Kessel des Prägratenkees. Von hier geht's steil bergan zur Granatscharte (2945 m), von wo aus wir den Stubacher Sonnblick (3088m) noch mitnehmen können. Noch eine letzte nordseitige Abfahrt und wir können den Hotelkomfort der Rudolfshütte genießen - was der Regeneration nach diesem langen Tag sicher zuträglich ist.
Hm ↑ 2000 ↓ 2000

6. Tag: Wir folgen den gestrigen Spuren und besteigen über einen kurzen felsigen Grat die Granatspitze (3086 m). Über eine sehr steile Einfahrt gelangen wir aufs Granatspitzkees. Es folgt eine nicht enden wollende Firnabfahrt durch das einsame Dorfertal mit seinen rustikalen Almhütten und alten Lärchenbeständen. Nach einer Einkehr holt uns das Taxi und setzt uns am Lucknerhaus ab. Nach einer ausgiebigen Rast nehmen wir die letzten 900 Meter des Tages zur Stüdlhütte (2800 m) in Angriff. Bei sehr sicheren Verhältnissen und wenn die Kondition noch mitspielt wählen wir die direkte und hochalpine Variante über die Ödenwinkelscharte und den Romariswandkopf (3511 m). Dies beschert uns neben spektakulärer Blicke auf Großglockner und Pasterze auch noch eine weitere schöne Abfahrt über weites Gletscherterrain zur Stüdlhütte.
Hm ↑ 1900 ↓ 1500

7. Tag: Im ersten Licht queren wir zum Ködnitzkees. Diesem folgen wir rechts haltend bis zum leichten Klettersteig, der zur Adlersruhe führt. Bald bleiben die Ski endgültig zurück und wir überwinden den steilen Firnhang zum Glocknerleitl zu Fuß. Hier seilen wir an und klettern in ca. 45 Min über den leichten aber ausgesetzten Grat zum höchsten Punkt Österreichs (3798m). Für den Rückweg brauchen wir nochmal Geduld, denn der Glockner ist beliebt. Beim Skidepot angelangt können wir bei sehr guten Verhältnissen direkt in das Ködnitzkees einfahren oder wiederum den Klettersteig nehmen. Traumhaft Firnhänge und verwinkeltes Gelände bringen uns zurück zum Lucknerhaus. Jetzt gibt's wirklich was zu Feiern!
Hm ↑ 1000 ↓ 1900

Anforderungen

  • Ausdauer für Aufstiege von durchschnittlich mehr als 1600 Hm und Abfahrten von 1600 Hm pro Tag.
  • Maximaler Aufstieg 2000 Hm, Abfahrt 2100 Hm.
  • Sichere Skitechnik abseits der Piste, auch in schwer fahrbaren Schneearten.
  • Routinierter Umgang mit dem Equipment (Auf-/Abfellen, Bindungseinstieg in steilen Hängen).
  • Beherrschen der Spitzkehre auch auf hartem Schnee und mit Harscheisen.
  • Erfahrung im Gehen mit Steigeisen.
  • Beherrschen der LV-Suche.

Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung inklusive Gletscherausrüstung. Steigeisen und Pickel.

Leistungen

  • Organisation und Führung durch den Picos Bergführer.
  • Leihausrüstung.
  • Alle Spesen des Bergführers.

Zusatzkosten

  • 6 x Übernachtung/HP auf Hütten ca. 60 ,- €/Nacht
  • Taxitransfers ca. 80 ,- €
  • Tagesverpflegung und Getränke auf Hütten.

Specials

Zu dieser Tour

Flexibilität: Du trägst das Schlechtwetter-Risiko nicht alleine.

Flexibilität ist bei uns nicht nur eine Worthülse, sondern eine Arbeitsweise. Bei vielen Touren planen wir 1-2 Puffertage ein. Das bedeutet, wir vereinbaren einen Zeitraum, innerhalb dessen wir die vorgesehene Anzahl von Tourentagen unterwegs sind. So können wir zum Beispiel später starten oder einen Schlechtwettertag abwarten.

Natürlich bezahlst Du nur die tatsächlichen Führungstage. Aber wir erreichen lieber das gemeinsam gesteckte Ziel, als auf zweitklassige Ausweichaktionen zu bestehen.

Biwaks, azyklisch und unbekannte Wege: neben der Spur statt im Stau.

Die Alpen sind der Spielplatz Europas und Europa ist dicht bevölkert. In manchen Gebieten hat der Andrang schon fast groteske Züge angenommen. Staus, waghalsige Überholmanöver und Überfüllung sind auch im Hochgebirge keine Seltenheit mehr. Dass dabei das Erlebnis leidet ist klar.

Mit cleverer Taktik kann man dies oft umgehen und das Gebirge noch in Ruhe erleben. Dabei muss man nicht mal auf die großen Namen verzichten. Wir haben schon einige bekannte Gipfel als Biwaktouren geführt, sind von der ersten Bahn aus 'verspätet' gestartet oder haben eine weniger bekannte Route gewählt. Bisher hat sich dies immer ausgezahlt. Interesse geweckt? Sprich uns drauf an!

Persönliche Kommunikation statt Follower und Likes.

Machen wir uns nichts vor: Für Firmen ist Social Media meist Mittel zum Marketingzweck. Und irgendwie doch ziemlich oberflächlich. Wir haben für uns entschieden, dass wir den direkten Kontakt zu unseren Gästen bevorzugen. Auch außerhalb der 'Geschäftsbeziehung'.

Was das bedeutet? Du möchtest die ersten selbständigen Touren angehen? Melde Dich bei uns, wir geben gerne Empfehlungen. Meistens wissen wir auch, wo die Verhältnisse gut sind... Du benötigst Ausrüstungstipps? Möchtest die Lawinenlage diskutieren? Mit vielen unserer Gäste stehen wir langfristig in Austausch. Wir nehmen uns die Zeit, denn es macht auch uns Spaß, von Alpinist zu Alpinist zu fachsimpeln.