Tour du Ciel

Skidurchquerung zwischen markanten Walliser Gipfeln: die Tour du Ciel ist eine spektakuläre Alternative zur Haute Route.

Termine

Preis:

750,- €

Dauer:

6 Tage

Teilnehmer:

4

Schwierigkeit:

Schwierigkeit

Unterkunft:

einfach: Hütte / Lager

Tour du Ciel

Warum denken eigentlich alle immer an die Haute Route wenn von einer Skidurchquerung der Walliser Alpen die Rede ist? Seit wir diese Skidurchquerung 2018 getestet haben, stellen wir uns diese Frage. Wir jedenfalls halten die Tour du Ciel, wie sie auch genannt wird für eine ebenbürtige Alternative, jedoch mit einigen Vorzügen.

Zwar war das Jahr auch außerordentlich schneereich, aber die Skiroute zu Füßen der gewaltigen Walliser Kletterberge Dent Blanche, Obergabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn und über alpinistisch anspruchsvolle Cols verspricht auch bei nicht perfekter Schneelage ein Erlebnis zu werden. Zudem ist man zumeist auf kleinen und sehr symphatischen unterwalliser Hütten zu Gast, auf die sich im Frühjahr nur wenige Gäste verirren. Als Höhepunkt der Tour du Ciel besteigen wir das Bishorn mit 4163 Metern Höhe und Logenblick auf den Weisshorn Nordgrat und die Mischabelgruppe. Die Abfahrt hinunter ins Turtmanntal ist dann 2000 Höhenmeter lang - einfach super!

Die Bilder hat uns freundlicherweise unser Teilnehmer Andre Gie überlassen.

Tourenablauf

1. Tag: Treffen morgens um 8:00 Uhr in Täsch. Ausrüstungskontrolle und Besprechung von Wetter und Lawinenlage. Dann lassen wir uns vom Zermatter Liftsystems bequem auf 2770 m absetzen. Es folgt ein Aufstieg von ca. einer Stunde in Richtung Hörnlihütte und dann eine erste Abfahrt auf den Zmuttgletscher. Dies ist eine der lohnenderen Freeride Varianten von Zermatt und bringt die Bilanz zugunsten der Abfahrtsmeter ins Plus. Wiederaufstieg zur Schönbielhütte. Für die meisten wird sich eine Anreise am Vortag mit Übernachtung anbieten, wir übernehmen gerne die Reservierung einer Unterkunft. Hm ↑ 700 ↓ 800

2. Tag: Es geht gleich zur Sache! Steiler Aufstieg über felsdurchsetztes Gelände zum Hohwängegletscher, mit Harsch- oder sogar Steigeisen. Flach weiter zum Col Durand (3440 m) und wenns passt, Abstecher zum Mont Durand. Die Abfahrt beginnt mit einer etwas heiklen Steilstufe, danach gehts vorsichtig zwischen den Spalten des Glacier Durand durch bis unter die Cabane de Mountet (2888 m), von der uns noch ein Gegenanstieg über die Moräne trennt.Hm ↑ 1400 ↓ 1300

3. Tag: Die alpinistische Schlüsseletappe. Wir steigen gegen den elegant geschwungenen Nordgrad des Zinalrothorns auf. An geeigneter Stelle geht es mit aufgebundenen Ski auf den Grat. Von hier aus leicht aber ausgesetzt zu Fuß in Richtung Blanc de Moming (3661 m). Dann folgt eine Hammerabfahrt über den wilden Glacier de Moming bis auf 2200m. Gegenanstieg zur Cabane d’Arpittetaz.Hm ↑ 1400 ↓ 1500

4. Tag: Es geht unter der mächtigen Weißhorn Westwand in Richtung Younggrat. Auf ca. 3600m ist Schluß und wir fahren zum Col de Milon ab, den wir passieren. Weitere 300 Meter tiefer fellen wir an und steigen zur Cabane de Tracuit (3259 m) auf. Hm ↑ 1400 ↓ 1000

5. Tag: Gipfeltag am Bishorn! Es folgt eine prächtige Abfahrt über ideale Hänge bis auf 2800m. Dann wird erneut angefellt um an der Adlerflue vorbei den östlichen Arm des Brunegggletscher zu erreichen. Über komplexes Gelände und eine schönes Couloir gehts hinab bis auf 2400 m. Ein kurzer Gegenanstieg bringt uns zur Turtmannhütte 82523 m). Hm ↑ 1400 ↓ 2100

6. Tag: Über das Wasuhorn gelangen wir nach Junggu und schließlich mit der Seilbahn zurück nach St. Niklaus. Hm ↑ 900 ↓ 1500

Anforderungen

  • Ausdauer für Aufstiege von durchschnittlich 1400 Hm und Abfahrten von 1400 Hm pro Tag.
  • Maximaler Aufstieg 1400 Hm, Abfahrt 2100 Hm.
  • Sichere Skitechnik abseits der Piste, auch in bis zu 40 Grad steilem Gelände.
  • Routinierter Umgang mit dem Equipment (Auf-/Abfellen, Bindungseinstieg in steilen Hängen).
  • Beherrschen der Spitzkehre auch auf hartem Schnee und mit Harscheisen.
  • Etwas Erfahrung im Gehen mit Steigeisen.
  • Beherrschen der LV - Suche.

Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung inklusive Gletscherausrüstung. Steigeisen und Pickel

Leistungen

  • Organisation und Führung durch den Picos Bergführer
  • Leihausrüstung
  • Alle Spesen des Bergführers

Zusatzkosten

  • 6 x Übernachtung/HP auf SAC Hütten ca. 65 .- CHF/Nacht
  • Taxitransfers ca. 30 .- CHF
  • Liftkosten ca. 60.- CHF
  • Tagesverpflegung und Getränke auf Hütten.

Specials

Zu dieser Tour

Flexibilität: Du trägst das Schlechtwetter-Risiko nicht alleine.

Flexibilität ist bei uns nicht nur eine Worthülse, sondern eine Arbeitsweise. Bei vielen Touren planen wir 1-2 Puffertage ein. Das bedeutet, wir vereinbaren einen Zeitraum, innerhalb dessen wir die vorgesehene Anzahl von Tourentagen unterwegs sind. So können wir zum Beispiel später starten oder einen Schlechtwettertag abwarten.

Natürlich bezahlst Du nur die tatsächlichen Führungstage. Aber wir erreichen lieber das gemeinsam gesteckte Ziel, als auf zweitklassige Ausweichaktionen zu bestehen.

Biwaks, azyklisch und unbekannte Wege: neben der Spur statt im Stau.

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Klimaschutz: Handeln statt Reden.

Umweltschutz darf nicht zur Imagepflege instrumentalisiert werden. Wer als Reiseanbieter sein Geld mit Flugreisen verdient, sollte sich nicht auf die Schulter klopfen, weil er Umweltpapier verwendet und Ökostrom bezieht. Dem unbestreitbaren Schaden, den wir mit unserer Tätigkeit anrichten, versuchen wir ohne viele Worte mit diesen Schritten zu begegnen:

Wir unterstützen Dich bei der umweltfreundlichen Anreise mit der Bahn: wir holen Dich nach Möglichkeit vom Bahnhof ab, bieten eine Mitfahrgelegenheit zum Zielort und stellen Leihausrüstung zur Gepäckminimierung zur Verfügung. Zudem übernehmen wir bei ausreichender Teilnehmerzahl bis zur Hälfte Deiner Fahrtkosten.

Bei der Anreise mit dem Auto kompensieren wir unsere, sowie die CO2 Emissionen unserer Gäste, ohne dass Mehrkosten entstehen. Transparent und nachvollziehbar. Natürlich darfst Du dich daran auch gerne beteiligen. Und wenn Du Fragen hast, sprich uns an!