Tour du Ciel

Einsame Skidurchquerung zwischen markanten Walliser Viertausendern: die Tour du Ciel ist eine spektakuläre Alternative zur Haute Route.

Termine

Preis:

750,- €

Dauer:

6 Tage

Teilnehmer:

4

Schwierigkeit:

Schwierigkeit

Unterkunft:

einfach: Hütte / Lager

Tour du Ciel

Mal ehrlich: wenn von einer Skidurchquerung der Walliser Alpen die Rede ist, denkst Du wahrscheinlich an die Haute Route – wie die meisten Anderen. Doch auch in anderen Teilen der grandiosen Walliser Bergwelt lassen sich hervorragende Routenverläufe für Skidurchquerungen finden, so auch in der Dent-Blanche – Weisshorn Gruppe.
Wer die Kette der 4 gewaltigen Kletterberge hoch über Mattertal bzw. Val d'Anniviers kennt, würde dort wohl erstmal keine gangbare Route für eine Skidurchquerung vermuten. Die in der Schweiz unter Namen Tour Du Ciel bekannte Skidurchquerung findet ihren Weg genau dort, zu Füßen der gewaltigen Walliser Kletterberge Dent Blanche, Obergabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn.

Und genau das macht den Reiz der Tour du Ciel aus: eine Route mitten durch die atemberaubende und schwer zugängliche Welt der 4000er zu begehen. Das lässt sich natürlich auch über die Haute Route sagen, jedoch hat die Tour du Ciel einige Vorzüge.

Die Route beginnt in Zermatt und endet in St. Niklaus im Mattertal. Dazwischen überqueren wir tagtäglich alpinistisch anspruchsvolle Pässe und wilde Gletscher. Begleitet werden wir dabei von stets wechselnden Ansichten in die zum Greifen nahen Wände und Grate der 4000er. Im Verlauf der Woche besteigen wir die unter Skibergsteigern hoch gehandelten Skiberge Blanc de Moming (3660m) und Bishorn (4163 m). Und auch die Abfahrten über Glacier Durand, Glacier de Moming und den Turtmanngletscher sind gewaltig und lassen keine Wünsche offen. Zudem sind wir zumeist auf kleinen und sehr sympathischen Unterwalliser Hütten zu Gast, auf die sich im Frühjahr nur wenige Gäste verirren.

Die Tour du Ciel hat sicher das Zeug auch Kenner der Materie Skidurchquerung zu begeistern. Unserer Ansicht nach ist sie mehr als eine ebenbürtige Alternative zur Haute Route, die durchaus mehr Beachtung verdient. Vielleicht ist es aber auch gut, dass es hier noch ruhig zu geht.

Die Bilder hat uns freundlicherweise unser Teilnehmer Andre Gie überlassen.

Hightlights der Tour du Ciel

  • alpinistisch interessante Übergänge.
  • eindrucksvolle 4000er Kulisse.
  • wenig besuchte, urige Hütten.
  • kleines und flexibles Team.
  • Skigipfel Blanc de Moming und Bishorn.
  • lange und lohnende Abfahrten.

Tourenablauf

1. Tag: Treffen morgens um 8:00 Uhr in Täsch. Ausrüstungskontrolle und Besprechung von Wetter und Lawinenlage. Dann lassen wir uns vom Zermatter Liftsystem bequem auf 2770 m absetzen. Es folgt ein Aufstieg von ca. einer Stunde in Richtung Hörnlihütte und dann eine erste Abfahrt auf den Zmuttgletscher. Dies ist eine der lohnenderen Freeride Varianten von Zermatt und bringt die Bilanz zugunsten der Abfahrtsmeter ins Plus. Wiederaufstieg zur Schönbielhütte. Für die meisten wird sich eine Anreise am Vortag mit Übernachtung anbieten, wir übernehmen gerne die Reservierung einer Unterkunft. Hm ↑ 700 ↓ 800

2. Tag: Es geht gleich zur Sache! Steiler Aufstieg über felsdurchsetztes Gelände zum Hohwängegletscher mit Harsch- oder sogar Steigeisen. Flach weiter zum Col Durand (3440 m) und wenn's passt, Abstecher zum Mont Durand. Die Abfahrt beginnt mit einer etwas heiklen Steilstufe, danach geht's vorsichtig zwischen den Spalten des Glacier Durand durch bis unter die Cabane de Mountet (2888 m), von der uns noch ein Gegenanstieg über die Moräne trennt. Hm ↑ 1400 ↓ 1300

3. Tag: Die alpinistische Schlüsseletappe. Wir steigen gegen den elegant geschwungenen Nordgrad des Zinalrothorns auf. An geeigneter Stelle geht es mit aufgebundenen Ski auf den Grat. Von hier aus leicht, aber ausgesetzt zu Fuß in Richtung Blanc de Moming (3661 m). Dann folgt eine Hammerabfahrt über den wilden Glacier de Moming bis auf 2200 m. Gegenanstieg zur Cabane d’Arpittetaz. Hm ↑ 1400 ↓ 1500

4. Tag: Es geht unter der mächtigen Weißhorn-Westwand in Richtung Younggrat. Auf ca. 3600 m ist Schluß und wir fahren zum Col de Milon ab, den wir passieren. Weitere 300 Meter tiefer fellen wir an und steigen zur Cabane de Tracuit (3259 m) auf. Hm ↑ 1400 ↓ 1000

5. Tag: Gipfeltag am Bishorn! Es folgt eine prächtige Abfahrt über ideale Hänge bis auf 2800 m. Dann wird erneut angefellt um an der Adlerflue vorbei den östlichen Arm des Brunegggletscher zu erreichen. Über komplexes Gelände und eine schönes Couloir geht's hinab bis auf 2400 m. Ein kurzer Gegenanstieg bringt uns zur Turtmannhütte (2523 m). Hm ↑ 1400 ↓ 2100

6. Tag: Über das Wasuhorn gelangen wir nach Junggu und schließlich mit der Seilbahn zurück nach St. Niklaus. Hm ↑ 900 ↓ 1500

Anforderungen

  • Ausdauer für Aufstiege von durchschnittlich 1400 Hm und Abfahrten von 1400 Hm pro Tag.
  • Maximaler Aufstieg 1400 Hm, Abfahrt 2100 Hm.
  • Sichere Skitechnik abseits der Piste, auch in bis zu 40 Grad steilem Gelände.
  • Routinierter Umgang mit dem Equipment (Auf-/Abfellen, Bindungseinstieg in steilen Hängen).
  • Beherrschen der Spitzkehre auch auf hartem Schnee und mit Harscheisen.
  • Etwas Erfahrung im Gehen mit Steigeisen.
  • Beherrschen der LV-Suche.

Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung inklusive Gletscherausrüstung, Steigeisen und Pickel.

Leistungen

  • Organisation und Führung durch den Picos Bergführer.
  • Leihausrüstung.
  • Alle Spesen des Bergführers.

Zusatzkosten

  • 6 x Übernachtung/HP auf SAC Hütten ca. 60,- CHF/Nacht
  • Taxitransfers ca. 30,- CHF
  • Liftkosten ca. 60,- CHF
  • Tagesverpflegung und Getränke auf Hütten.

Specials

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Bei der Anreise mit dem Auto kompensieren wir unsere, sowie die CO2 Emissionen unserer Gäste, ohne dass Mehrkosten entstehen. Transparent und nachvollziehbar. Natürlich darfst Du dich daran auch gerne beteiligen. Und wenn Du Fragen hast, sprich uns an!